Psychotherapieverfahren

In Deutschland sind drei Psychotherapieverfahren im Gesundheitssystem anerkannt: 

  1. Verhaltenstherapie
  2. Psychoanalytisch begründete Verfahren
  3. Systemische Therapie (nicht zugelassen für die Therapie mit Kindern und Jugendlichen)

Bis zur Einführung der systemischen Therapie im Jahr 2020 bestand die eine Hälfte der durchgeführten Behandlungen in Deutschland aus Verhaltenstherapien und die andere Hälfte aus psychoanalytisch begründeten Verfahren (Multmeier & Tenckhoff, 2014).

 

Die Unterschiede zwischen den Psychotherapieverfahren sind teilweise erheblich. Sie unterscheiden sich im Menschenbild, in den angenommenen Ursachen für eine psychische Erkrankung, in der Gesprächsführung von Psychotherapeut*innen, in den Therapiezielen, in den Methoden zur Reduktion der Erkrankung usw.

 

Deswegen ist es für Patient*innen wichtig, diese Unterschiede zu kennen, sie zu verstehen und danach zu handeln.


Im Bereich Therapie-Wissen findest du Informationen über das von mir angebotene Therapieverfahren, die Kognitive Verhaltenstherapie.



Informationen zur Systemischen Therapie


Diskussion

Aus Sicht vieler Forscher*innen widerspricht die in Deutschland vorhandene Unterteilung in Therapieschulen den Erfordernissen einer wissenschaftlich orientierten Behandlung. Schon vor 70 Jahren schrieb der Begründer der klientenzentrierten Psychotherapie, Carl Rogers (wiki/Carl_Rogers): "das Endziel der Forschung liegt vor allem darin... zum allmählichen Ableben der verschiedenen Schulen der Psychotherapie, einschließlich der klientenzentrierten, beizutragen." Psychotherapie, die sich nach historisch bedingten Therapieschulen unterscheiden, scheint weiterhin ein unveränderlicher Fakt im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.


Einzel- oder Gruppentherapie

Die oben genannten Therapieverfahren können als EinzeltherapieGruppentherapie oder als Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie angewendet werden. Nach der Diagnostik prüfen wir, welches Setting für dich am besten passt. Eine Gruppentherapie besteht aus drei bis neun Patient*innen. Sie bietet sich insbesondere an, wenn für den Therapieerfolg zwischenmenschliches Verhalten (Interaktion) beachtet werden müssen.

 

Manche Patient*innen bevorzugen eine Einzeltherapie. Dafür gibt es nachvollziehbare Gründe. Jedoch gibt es auch Vorteile vom Gruppensetting:

  • Zwischenmenschliche Probleme können direkter bearbeitet werden. 
  • Patient*innen erleben, wie andere Menschen von Problemen betroffen sind und damit umgehen.
  • In der Gruppe können neue Verhaltensweisen ausprobiert werden.
  • Patient*innen können nicht nur eine therapeutische Rückmeldungen bekommen, sondern auch durch die Gruppenteilnehmer*innen.

Mehr Informationen zur verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie findest du hier: