Corona & Psychotherapie

Du siehts diese Seite anstelle der Startseite, da die zweite Infektionswelle in Deutschland leider nicht verhindert werden konnte. Zu viele Menschen haben sich infiziert, das bedeutet: Die Maßnahmen zum Verhindern einer Ausbreitung wurden nicht genügend umgesetzt.

 

Mehr als 40 Tausend Menschen sind in Deutschland daran bereits gestorben (Stand: Anfang 2021). Das Projekt des Tagesspiegels versucht, diese Zahl fassbarer zu machen, ähnlich wie die New York Times.


Das neue Virus ist aus mehreren Gründen sehr "erfolgreich". Gerade wenn du noch keine Symptome hast, bist du typischerweise besonders ansteckend und verbreitest unbemerkt das Virus.

 

Für weitere Informationen: Hervorragende Wissenschaftskommunikation bietet quarks.de


Eine Ausbreitung des Coronavirus erfolgt durch Tröpfchen und kleinste unsichtbare Teilchen (Aerosol). Das passiert beim normalen Ausatmen durch den Mund und die Nase. Noch mehr geschieht dies beim Sprechen und ganz besonders beim Husten und Niesen.

So hilfst du, die Ansteckungsrate zu verringern

1) Nutze bitte die Videosprechstunde anstelle von Terminen in der Praxis

Die wichtigste Maßnahme zum Schutz von Leben heißt: Vermeide jeden physischen Kontakt zu anderen Menschen, wann immer es möglich ist.

 

Ich möchte Patient*innen bestmöglich betreuen und das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus umgehen. Das geht am besten, wenn Termine als Videosprechstunde stattfinden.


2) Beachte die Voraussetzungen für einen Termin innerhalb meiner Praxis

Wenn du die Videosprechstunde nicht nutzen kannst, kannst du auch einen Termin innerhalb meiner Praxis vereinbaren. Dabei besteht natürlich immer das Risiko, dass wir das Virus unbemerkt weitergeben.

 

Du musst eine wirksame Maske tragen während deines Termins, sonst kannst du die Praxis nicht betreten. Eine einfache Stoffmaske verhindert nur in geringem Maß die Ausbreitung von Viruspartikeln. Sie ist zu wenig wirksam. Du musst eine filternde Gesichtsmasken (filtering face piece) tragen, also eine FFP2- oder FFP3-Maske. Diese darf kein Auslass-Ventil haben, sonst bieten sie keinen Schutz für andere. Wichtig ist immer, dass deine FFP-Maske einen festen Sitz hat, sodass sie lückenlos auf der Gesichtshaut aufsitzen. Ansonsten entweichen an den Seiten Aerosole. Feuchte Masken bieten keinen Schutz. Eigentlich musst du diese Maske nach jedem einzelnen Tragen in den Müll werfen und durch eine neue FFP-Maske ersetzen. Bei einem Mangel an FFP2- oder FFP3-Masken gibt es aber den Vorschlag zur Wiederverwendung, sodass sie im Alltag mehrere Tage lang benutzt werden können: 90 Grad trockene Hitze für 90 Minuten zur Virusinaktivierung. FFP2- und FFP3-Masken dürfen niemals in der Waschmaschine gewaschen werden. (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinproduktendr.detagesspiegel.de; aerzteblatt.de).

 

Bring bitte außerdem dein Handy mit, auf dem du die Corona-Warn-App installiert hast und aktiviere Bluetooth. Die App hilft bei der Informationsweitergabe, wenn ich oder du positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

 

Patient*innen bei denen ein Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf vorliegt, sollten zum Selbstschutz abwägen, ob sie zu einem Termin innerhalb der Praxis kommen möchten. Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen, Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck), Adipositas, Autoimmunerkrankungen, Diabetes und höheres Alter (stetig steigendes Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren). Siehe Robert-Koch-Institut


3) Halte dich bitte an die Verhaltensregeln

Die wichtigste Verhaltensregel von allen ist, physische Begegnungen zu anderen Menschen wann immer es geht, zu vermeiden. Ganz besonders wichtig ist es, sich nicht an Orte zu begeben, die typische Infektions-Cluster ("Anhäufung") sind. Dazu gehören alle Innenräumen, in denen sich mehr als eine Person aufhält.

 

Wenn du es nicht vermeiden kannst, physischen Kontakt zu anderen Menschen zu haben, sind diese Maßnahmen sinnvoll:

Trage permanent eine wirksame FFP2- oder FFP3-Maske, halte mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen, beachte die Hygieneregeln (z.B. 30 Sekunden Händedesinfektion auf Alkoholbasis), nutze die Corona-Warn-App, reduziere die Aerosole-Konzentration durch Lüften (siehe: Verhaltensregeln).


4) Bei Symptomen

Einige Patient*innen sagen mir am Anfang ihres Termins: "Ich war heute nicht in der Schule, weil ich ein bisschen Husten hatte". Ein Termin kann nicht innerhalb meiner Praxis stattfinden (per Videosprechstunde geht das aber) wenn eines oder mehrerer dieser Symptome vorhanden sind:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störungen des Geruchssinns / des Geschmackssinns
  • Durchfall
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Gefühl der Abgeschlagenheit
  • Schneller außer Atem sein

 

Jedes dieser Symptome kann für eine Infektion mit dem Coronavirus sprechen. Wenn du Symptome einer Atemwegsinfektion hast, schreibe mir eine Nachricht, bevor du in die Praxis kommst.


Bei einem Verdacht, infiziert zu sein

Bei einem Verdacht, infiziert zu sein, rufe bei deinem Hausarzt an oder bei der Terminservicestelle unter 116117. Gehe nicht (!) direkt in eine Arztpraxis, sondern betrete nur nach telefonischer Rücksprache eine Arztpraxis!

 

Der CovApp-Fragebogen der Charité kann dir helfen für eine erste Einschätzung.

 

Verlässliche Informationen findest du unter zusammengegencorona.de


Bei bestätigter Infektion

Informationen des Robert-Koch-Instituts für Patient*innen und Angehörige: Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID19-Infektion. Diese Informationen gibt es auch speziell für dein Handy.


Immer hilfreich: Symptomtagebuch

Die kostenlose Data4Life App, die zusammen mit der Charité entwickelt wurde, besteht aus einem Symptom-Tagebuch. Damit kannst du jederzeit und überall mögliche Symptome dokumentieren. Ein digitales Tagebuch ist eine hervorragende Methode, um deinen Gesundheitszustand zu erfassen. Das Tagebuch kann dir und deinem Behandler helfen, deine Gesundheit zu fördern.


KVT-Strategien zur Verbesserung der Gesundheit


Tipps für die Psychohygiene

Mein Berufsverband, die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung gibt diese Tipps für die Psychohygiene im Home-Office und Quarantäne:

 

  1. Sorgen Sie für eine Tagesstruktur. Vielleicht nutzen Sie die Zeit, die sie sonst mit dem Weg zur Arbeit verbringen, für ein Frühstück in Ruhe – aber setzen sich zur gewohnten Zeit an den Schreibtisch. Legen Sie einen „Arbeitsplatz“ in Ihren Räumen fest, den Sie zu den gewohnten Pausenzeiten verlassen. Wenn Ihre Tätigkeit sonst mit viel Kontakt zu Kolleg*innen verbunden ist, versuchen Sie diese, soweit möglich, über Telefon und digitale Medien aufrechtzuerhalten.
     
  2. Sorgen Sie für Bewegung. Machen sie z. B. regelmäßig Atem- und Dehnübungen, gerne auch bei geöffnetem Fenster. Angst ist vor allem eine körperliche Reaktion. Durch Atmen und Bewegungsübungen signalisieren Sie sich selbst: „Jetzt in diesem Moment ist hier alles in Ordnung.“ Behalten Sie Ihre wöchentlichen Sportzeiten bei, falls Sie so etwas haben und weichen Sie ggf. auf Indoor-Aktivitäten aus. Apps und Videokanäle können dabei unterstützen.
     
  3. Essen Sie gut und trinken Sie ausreichend. Für unsere psychische Stabilität ist die Ernährung eine wichtige Grundlage. Bei hohem seelischen Stress braucht unser Körper mehr Flüssigkeit. Regelmäßige Mahlzeiten helfen außerdem bei der Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur.
     
  4. Neue und angstauslösende Situationen aktivieren unser Bindungssystem: Wir suchen die Nähe vertrauter Personen, bei denen wir Geborgenheit erleben können. Wenn gleichzeitig soziale Kontakte zur Durchbrechung von Ansteckungsketten auf ein Minimum reduziert werden sollen, liegt hier wohl die größte Herausforderung. Nutzen Sie die wenigen Begegnungen – etwa auf dem Weg zum Supermarkt. Lächeln Sie den Menschen, die Sie sehen, aus der Distanz zu. Lächeln aktiviert Hirnareale, die für Ihr Wohlbefinden sorgen und vermittelt ein Gefühl von Solidarität. Sprechen Sie mit Ihren Lieben zu Hause über die aktuelle Lage und nehmen Sie die Sorgen anderer ernst. Aber begrenzen Sie diese Gespräche auch bewusst zugunsten anderer Aktivitäten wie gemeinsames Spielen, Musikhören oder Filme anschauen. Sich abzulenken ist erlaubt und wichtig! Denken Sie auch an Alleinstehende in Ihrem Umfeld – jetzt ist die Zeit für regelmäßige Telefonate. Sich um andere zu kümmern, kann eine gute Bewältigungsstrategie sein.
     
  5. Viele Freizeitaktivitäten sind gerade nicht möglich. Sich zu beschäftigen, ist für einige Menschen ohne Anregung von außen (durch Sportverein, Kino, Kneipe, Theater oder Konzert) eine Herausforderung. Manches lässt sich über Mediennutzung ansatzweise kompensieren. Achten Sie dabei darauf, sich maximal zweimal täglich mit Nachrichten zur Pandemie zu versorgen. Sie halten sonst Körper und Seele in einem permanenten Alarmzustand, vermutlich auch mit negativen Folgen für die Schlafqualität. Halten Sie Ausschau nach Beschäftigungsmöglichkeiten in Ihrer Wohnung. Jetzt ist Zeit für den Frühjahrsputz! Nehmen Sie sich für jeden Tag eine kleine Aufgabe vor, die sie erledigen wollen. Auch das hilft bei der Tagesstrukturierung und beugt depressiven Verstimmungen vor. Unser Gehirn liebt es, etwas geschafft zu haben! Aufräumen ist sehr geeignet für den Erhalt der seelischen Stabilität. Wenn draußen alles ungewiss ist – bei Ihnen ist etwas geordnet. Vielleicht ist jetzt die Zeit, lang vergessene Hobbys zu reaktivieren (evtl. sogar aus Kindertagen: Womit haben Sie sich früher an Regentagen beschäftigt?). Besonders geeignet ist alles, was Ihr Gehirn fordert, so dass Sie gar nicht dazu kommen, sich zu sorgen (z. B. Sudoku, Puzzle, komplizierte Handarbeiten, Programmieren, Sprachen lernen). Probieren Sie aus, was zu Ihnen passt!

Survival-Kit speziell für Männer

Das Bundesforum Männer hat für Jungen, Männer und Väter ein Survival-Kit für Männer unter Stress erstellt. www.bundesforum-maenner.de


Coronavirus. Ein Buch für Kinder

Ein kostenloses Informations- und Bilderbuch für Kinder bietet der Beltz-Verlag an: Coronavirus. Ein Buch für Kinder. Für den kostenlosen Download wird ein Nutzerkonto benötigt.


Ausmalbuch für Kinder (Alter 8-12)

Wusstest du, dass das menschliche Gehirn genügend Elektrizität produziert, um eine kleine Glühbirne zum Leuchten zu bringen?

 

Das englischsprachige Ausmalbuch beinhaltet spannende Fakten über das menschliche Gehirn und die psychische Gesundheit. Bereitgestellt vom National Institute of Mental Health (NIH) auf www.nimh.nih.gov


Informationsportal für Kinder und Jugendliche

Rat und Hilfestellungen für Kinder und Jugendliche, um psychische Belastungen während der Corona-Zeit zu reduzieren | Herausgeber: Kinder- und Jugendpsychiatrie der LMU München & Beisheim Stiftung | www.corona-und-du.info

Rechtsgrundlage

§23 Absatz 3 Infektionsschutzgesetz verpflichtet Ärzt*innen, Infektionen zu verhindern und die Weiterverbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden, indem Maßnahmen getroffen werden die dem Stand der Wissenschaft entsprechen.