Weitere Hilfe

Hier findest du Informationen über weitere Hilfen:

  • ... in Notfällen, denn ambulante Psychotherapeuten arbeiten an langfristigen Veränderungen, sie sind aber nicht die Ansprechpartner in Notfällen.
  • ... in weniger dringenden Fällen, denn es melden sich bei mir sehr viel mehr Patienten, als ich behandeln kann. Dann ist es sinnvoll, sich über Alternativen zu einer Psychotherapie zu informieren. Das gilt insbesondere für familiäre Konflikte.

Notruf

In einer Notfallsituation, in der so schnell wie möglich Hilfe benötigt wird: Tel. 112 anrufen!

 


© cameravit – stock.adobe.com
© cameravit – stock.adobe.com

Bereitschaftsdienst

In nicht lebensbedrohlichen Fällen kann man täglich ab 19 Uhr, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sogar 24 Stunden am Tag den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen:

 

Tel. 116 117 

 

Diese Nummer funktioniert ohne Vorwahl überall in Deutschland.

 

Die Bereitschaftspraxis in Frankfurt (Oder) hat diese Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag Donnerstag: 19 Uhr bis 22 Uhr.

Mittwoch, Freitag: 13 Uhr bis 22 Uhr.

Samstag, Sonntag, Feiertage: 8 Uhr bis 20 Uhr.

 

Eine weitere Bereitschaftspraxis gibt es in Cottbus.


Kliniken

Frankfurt (Oder)

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist erreichbar unter Tel. 0335-5484501 sowie außerhalb der normalen Zeiten unter Tel. 0335-5484510. In lebensbedrohlichen Situationen kann direkt die Notaufnahme aufgesucht werden. Überprüft wird, ob eine stationäre oder teilstationäre Behandlung notwendig ist.

 

Eisenhüttenstadt

Für Erwachsene ab 18 Jahren bietet das Krankenhaus in Eisenhüttenstadt eine psychiatrisch-psychotherapeutische Klinik.

Lübben

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist erreichbar unter Tel. 03546-29292 von Montag bis Freitag 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr.


Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Für Kinder und Jugendliche gibt es PIAs in Eisenhüttenstadt (Tel. 03364-7724281), in Frankfurt an der Oder (Tel. 0335-5484767), in Seelow (Tel. 0335-5484830) und in Rüdersdorf (Tel. 033638-83561). Sieh dir den Flyer an. Dort besteht auch die Möglichkeit für eine medikamentöse Behandlung.

 

Für Erwachsene ab 18 Jahren gibt es auch eine PIA in Eisenhüttenstadt (Tel. 03364-543157).

 

Lese hier, welche Patienten in einer PIA behandelt werden können.


Kinder- und Jugendnotdienst

Der Kinder- und Jugendnotdienst im Brunnenring 15, Eisenhüttenstadt ist an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden am Tag geöffnet. Hier bekommen Kinder und Jugendliche Hilfe, wenn sie nicht mehr weiter wissen: Es besteht auch die Möglichkeit, vorübergehend in der Einrichtung zu bleiben bis eine Lösung für die Schwierigkeiten gefunden ist. Man kann direkt zum Notdienst gehen, besser ist es aber, vorher anzurufen unter Tel. 03364-7718073 oder unter 03364-7718074.


Telefonische Unterstützung

Die Nummer gegen Kummer ist ein kostenfreies Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche. Junge Menschen bekommen Rat, Hilfe und Unterstützung entweder telefonisch unter Tel. 116111 (Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr) oder per Email. Für Eltern steht ein eigenes Beratungsangebot unter Tel. 0800-1110550 zur Verfügung.

Wenn es dir schlecht geht, kannst du rund um die Uhr, an allen Tagen im Jahr die Nummer der Telefonseelsorge anrufen unter Tel. 0800-1110111.

Hilfe zur Erziehung

Nicht für alle Probleme ist eine ambulante Psychotherapie die beste Maßnahme. Besonders bei anhaltenden Konflikten in der Familie kann eine Hilfe zur Erziehung hilfreich und notwendig sein. Darauf verweisen auch die wissenschaftlichen Leitlinien (z.B. die Leitlinie zu ADHS). Eltern haben einen Anspruch auf eine Hilfe zur Erziehung. Dies ist im Sozialgesetzbuch 8 (SGB VIII) geregelt. Hilfen zur Erziehung sind unter anderem:

  • Erziehungsbeistand: Ein Erziehungsbeistand soll "das Kind oder den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds unterstützen" (§30 SGB VIII).
  • Sozialpädagogische Familienhilfe hilft Familien bezüglich "Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen" (§31 SGB VIII).

Eine Hilfe zur Erziehung sollten Sie schriftlich beantragen.

 

Der Allgemeine Soziale Dienst im Landkreis Oder-Spree bietet verschiedene Teams je nach Wohnort der Familie: z.B. das ASD-Team für Eisenhüttenstadt.

Beratungstellen

Erziehungs- und Familienberatungsstelle: Hier bekommen Eltern Beratung, wenn Sie mit der Erziehung Ihres Kindes nicht mehr weiter wissen. Auch Paare erhalten Beratung, zum Beispiel im Falle einer Trennung oder Scheidung. Außerdem gibt es eine Gruppe für Kinder mit getrennt lebenden Eltern: Dabei haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Gefühle und Bedürfnisse in Bezug auf die Trennung der Eltern wahrzunehmen und auszudrücken. Die Erziehungs- und Familienberatungsstelle Eisenhüttenstadt finden Sie in der Friedrich-Engels-Str. 1, 15890 Eisenhüttenstadt. Tel. 03364-771491 (bitte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen).

 

Der kinder- und jugendpsychiatrische Dienst in Beeskow bietet Kinder, Jugendlichen und Eltern Beratung und Unterstützung bei psychischen Problemen, Verhaltensauffälligkeiten und schulischen Problemen.

 

Die Pro Familia in Eisenhüttenstadt bietet Beratung zu den Themen Partnerschaft und Familie. 

 

Neuhland bietet Hilfe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Krisensituationen. Hilfe bekommt man unter Tel. 030-8730111 montags bis freitag von 9:00 - 18:00 Uhr. Außerdem kann man einen Termin zum Chat vereinbaren. Für Lehrer, Erzieher und andere Fachpersonen bietet Neuhland Informationen z.B. über Suizidalität.

 

Eine spezialisierte Beratung für Menschen, die Opfer von Straftaten wurden, bietet die Opferhilfe Brandenburg. Das Angebot umfasst zum Beispiel Beratung für Stalking-Opfer, Begleitung bei Gerichtsverhandlungen,  Unterstützung für Opfer von Gewalt und Vergewaltigung. Eine Beratungsstelle gibt es unter anderem in Frankfurt (Oder).

Reha ("Kur")

Die Kinder- und Jugendrehabilitation kann vor allem von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen genutzt werden, die Einschränkungen im Alltag, also im Kindergarten, in der Schule oder bei der Ausbildung haben. Ziel ist es, die Gesundheit zu fördern und Folgeschäden zu verringern. Ein Reha-Anspruch besteht, wenn durch die Reha eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit beseitigt oder eine beeinträchtigte Gesundheit wesentlich gebessert werden kann und dies einen positiven Einfluss auf die spätere Erwerbsfähigkeit haben kann. Eine Kinder- und Jugendreha ist möglich bis zum 18. Geburtstag und auch darüber hinaus für junge Erwachsene, die z.B. eine Berufsausbildung machen. Krankheitsbilder bei denen eine Reha in Betracht kommt sind unter anderem:

  • Adipositas (Übergewicht)
  • Epilepsie
  • Diabetes mellitus
  • Neurodermitis
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Herz- / Kreislauferkrankungen
  • Manche psychische Störungen und Entwicklungsstörungen

Eine stationäre Reha dauert meistens zwischen 4 und 6 Wochen. Damit in dieser Zeit keine großen Lernrückstände entstehen, gibt es in den Fachkliniken Schulunterricht in den Hauptfächern. 

 

Für Kinder, die 14 Jahre alt oder jünger sind, können die Kosten für die An- und Abreise einer Begleitperson übernommen werden.

 

Falls es für die Durchführung oder den Erfolg der Kinder-Reha notwendig ist, kann eine Begleitperson (oder sogar mehrere Familienmitglieder) mit aufgenommen werden in die Reha-Einrichtung. Gerade bei Kindern unter 11 Jahren ist dies der Fall. Eine Kinder-Reha verläuft anders als eine Mutter-Kind-Kur bzw. Vater-Kind-Kur: Bei der Kinder-Reha wird die Begleitpersonen nicht medizinisch betreut, sondern durch Schulungen wird Wissen darüber vermittelt, wie man mit der Erkrankung des Kindes umgehen kann.

 

Eine Kinder- und Jugendrehabilitation kann von Ärzten und Psychotherapeuten verordnet werden. Oder die Eltern stellen einen Antrag mit dem Antragsformular G0200 bei der Deutschen Rentenversicherung zusammen mit einem Befundbericht eines Arztes. Antworten auf häufige Fragen gibt es online oder bei der Rentenversicherung unter Tel. 0800-10004800.

 

Falls der Reha-Antrag bewilligt wird, dann ist eine Anmeldung in einer Klinik möglich. Die Renten- oder Krankenversicherung kennt alle Rehakliniken in Deutschland und kann eine passende Klinik vorschlagen. Der Antragsteller kann auch eigene Wünsche angeben. Der Wunsch nach einer bestimmten Klinik kann sich z.B. ergeben durch die Spezialisierung auf eine bestimmte Erkrankung.

 

Im Land Brandenburg ist die Helios Klinik Hohenstücken spezialisiert auf neurologische Erkrankungen wie Epilepsie, Migräne, Hirnschädigungen; die Median Kinder- und Jugendklinik in Beelitz behandelt Erkrankungen wie Adipositas, ADHS, Depression, Angststörungen wie Schulphobie; in der Fontane-Klinik in Mittenwalde werden Erkrankungen wie Adipositas, ADHS, Bindungsstörungen, Essstörungen behandelt.

 

Die Caritas bietet eine Auflistung mehrere Rehakliniken für Kinder und Jugendliche und auch das Bündnis Kinder- und Jugendreha bietet eine Klinikliste als PDF.

Angebote der Krankenkasse

Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten Gesundheitskurse an, um die Entstehung von psychischen und körperlichen Krankheiten zu verhindern. Die Krankenkassen übernehmen oft einen Großteil der Kosten (80 Prozent), teilweise sind sie komplett kostenlos. Angeboten werden z.B. Anti-Stress-Coachings, Kurse für einen besseren Schlaf, zu Achtsamkeit sowie Entspannungskurse (Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung), Ernährungsberatung, Ausdauertraining usw.

 

Hier sind ein paar Beispiele für Angebote der Krankenkassen:

Selbsthilfe-Gruppen

Es ist hilfreich, sich mit Menschen auszutauschen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie man selbst. In Selbsthilfe-Gruppen treffen Menschen aufeinander um gemeinsam etwas gegen psychische Schwierigkeiten zu unternehmen sowie neue Informationen und Tipps auszutauschen. Selbsthilfe kann keine psychotherapeutische Behandlung ersetzen, falls diese notwendig ist, kann aber eine sehr gute Ergänzung sein. In Deutschland gibt bis zu 100.000 Selbsthilfegruppen, einige davon auch in Eisenhüttenstadt, z.B. zu den Themen seelische Gesundheit, Depression und psychische Krankheiten im Allgemeinen. Weitere Informationen findet man auf www.selbsthilfe-eisenhuettenstadt.de. Wer als junger Mensch eine eigene Gruppe gründen möchte, findet weitere Informationen unter www.schon-mal-an-selbsthilfe-gedacht.de

Online-Selbsthilfe

Hilfe bei Depressionen bietet moodgym. Das Angebot ist kostenlos.

 

Für Englisch-Sprechende gibt es einen Woebot (also Kummer-Bot). Er wurde entwickelt von Psychologen der Stanford University. Mit ihm kann man chatten, er kennt sich aus mit CBT, also mit Kognitiver Verhaltenstherapie. Die App gibt es im Play Store und App Store.

 

Für Versicherte der Techniker Krankenkasse gibt es den TK-DepressionsCoach 

 

Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Kurse von selfapy vollständig oder erstatten einen Teilbetrag, z.B. zu den Themen Stress oder Achtsamkeit 

Beratung zum Thema Drogen

Die Suchtberatung der AWO in Eisenhüttenstadt bietet Information über Drogen / Alkohol und über die Auswirkungen des Konsums. Wenn man gegen einen problematischen Konsum etwas unternehmen will, bekommt man hier Hilfestellungen. Weitere Informationen bietet die DHS. Es gibt wissenschaftliche medizinische Leitlinien zum Thema Rauchen / Tabakkonsum und alkoholbezogene Störungen.

Für Eltern von Kindern zwischen 0 bis 3

Das Netzwerk Frühe Hilfen und das Netzwerk Gesunde Kinder im Landkreis Oder-Spree Gesunde bieten Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren Veranstaltungen und Informationen. Es richtet sich an Väter und Mütter - auch schon vor der Geburt des Kindes. Zu den Angeboten gehören z.B. Kurse zur Wahrnehmung der Bedürfnisse von Babys, Erste Hilfe im Kindernotfall, Mama-Kind-Yoga oder ehrenamtliche Familienlotsen, die Eltern auch zu Hause besuchen können. Auch das Familienzentrum in der Integrationskita Pusteblume bietet verschiedene Veranstaltungen.