Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Viele Patienten fragen, was der Unterschied zwischen einer Behandlung durch einen ambulanten Psychotherapeuten und der Behandlung durch eine psychiatrische Institutsambulanz ist. Die Unterschiede sind gesetzlich geregelt: Eine PIA richtet sich an Patienten mit besonderer Schwere der und Dauer der Erkrankung, die nicht von ambulanten Psychotherapeuten behandelt werden können. 

 

Termine in der PIA sind nur möglich, wenn es keine kontinuierliche, ausreichende Behandlung durch einen Psychotherapeuten / Arzt gibt. Die gesetzlichen Krankenkassen erlauben keine Psychotherapie durch die PIA und gleichzeitig durch einen ambulanten Psychotherapeuten im selben Quartal.

Schwere der Erkrankung

Eine Behandlung für Kinder und Jugendliche in einer PIA ist möglich, wenn ein Notfall vorliegt oder eine Krankenhausbehandlung droht.

 

Eine Behandlung ist außerdem bei komplizierten psychischen Erkrankungen möglich wenn mehrere dieser Eigenschaften vorliegen:

  • Wenn der Patient aktuell im Krankenhaus behandelt wird und durch die PIA-Behandlung früher entlassen werden kann
  • Wenn zusätzlich zur psychischen Erkrankung eine Entwicklungsstörung, Intelligenzminderung oder körperliche Erkrankung vorliegt oder Probleme im sozialen Umfeld des Patienten bestehen
  • Wenn der Patient im Alltag stark beeinträchtigt ist durch die psychische Erkrankung
  • Wenn es in der Vergangenheit mehrere stationäre oder teilstationäre Behandlungen gab
  • Wenn eine ambulante Psychotherapie bisher nicht ausreichend wirksam war
  • Wenn eine seelische Behinderung droht oder vorliegt
  • Wenn keine Krankheitseinsicht vorliegt, keine Änderungsmotivation vorhanden ist oder Therapien abgebrochen wurden vom Patienten
  • Wenn die psychische Erkrankung sich negativ auswirkt auf eine körperliche Erkrankung
  • Wenn der Patient bisherige Behandlungstermine nicht wahrnehmen konnte.
  • Wenn der Patient im Moment stationär behandelt wird und erkennbar ist, dass er danach es nicht schaffen würde, zur ambulanten Weiterbehandlung zu gehen.