Termine als Videosprechstunde können Vor- und Nachteile haben. Ein Vorteil ist, dass die Ausbreitung des Coronavirus verhindert wird. Ein Nachteil ist, dass man zu Hause nicht immer ungestört ist.

 

Ich biete beides an: Termine können als Videosprechstunde oder in der Praxis stattfinden. Erstgespräche sollten allerdings in der Praxis stattfinden um einen persönlichen Eindruck zu bekommen.

Videosprechstunde

Bei einer Videosprechstunde gelten dieselben Regeln wie bei einer normalen Therapiestunde:

 

Die Termine müssen ungestört und vertraulich ablaufen, der Patient und der Therapeut müssen in einem geschlossenen Raum in ruhiger Umgebung sein, das Gespräch darf nicht aufgenommen werden.

Technische Details

  • Deine Internetverbindung muss schnell genug sein.
  • Am besten, du benutzt einen Computer mit Webcam und Chrome als Browser. Die Videosprechstunde sollte auch auf den meisten Smartphones und Tablets funktionieren. Bei Apple-Produkten nutzt du am besten Safari als Browser.
  • Wenn du einen Termin vereinbart hast für 25 oder 50 Minuten (Videosprechstunde), dann bekommst du eine E-Mail mit einer TAN und einem Link für jameda.patientus.de/tan Dort kannst du die TAN eingeben und auf "Zustimmen" klicken.
  • Falls technische Probleme auftreten, rufe ich dich auf deinem Telefon an, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

"Die Videobehandlung ist sehr gut geeignet, den Kontakt zu den Patienten auch unter den Bedingungen des Lockdowns, einer Quarantäne, einer Erkrankung oder wegen der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe aufrechtzuerhalten" (Dipl.-Psych. H. Uhl, Vorsitzender Beratender Fachausschuss für Psychotherapie der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg).


Rechtsgrundlage

Praxis-Info der Bundespsychotherapeutenkammer

 

Kassenärztliche Bundesvereinigung: Gerade bei langen Anfahrtswegen können telemedizinische Leistungen eine sinnvolle Hilfe sein.

 

Berufsordnung der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (§5 Absatz Absatz 6): Psychotherapeuten dürfen elektronische Kommunikationsmedien nur in begründeten Ausnahmefällen und unter Beachtung besonderer Sorgfaltspflichten durchführen.

Dazu erklärt die Kammer am 16.03.2020: Der "begründete Ausnahmefall" liegt sicherlich wegen der aktuellen Ereignisse (#Corona) vor. 

Kommentierung der Musterberufsordnung nach Martin H. Stellpflug und Inge Berns, 3. Auflage, Randnummer 150: "Begründete Ausnahmefälle" können sich vor allem aus den spezifischen Versorgungsbedürfnissen der Patienten oder aus dem Fehlen von anderen Versorgungsangeboten und Behandlungsangeboten ergeben. Auch die Fortsetzung eines Behandlungsprozesses über elektronische Kommunikationsmedien, wenn der Patient längerfristig nicht persönlich in der Praxis erscheinen kann, etwa wegen eines Auslandsaufenthalts oder nach einem Umzug zur Beendigung des gemeinsamen Arbeitens und zur Sicherung des Behandlungserfolgs, ist denkbar".

 

Musterberufsordnung (§5 Absatz 5):  Behandlungen über Kommunikationsmedien sind unter besonderer Beachtung der Vorschriften der Berufsordnung, insbesondere der Sorgfaltspflichten, zulässig.

 

Der Verband der privaten Krankenversicherung teilt mit, dass die tariflichen Bestimmungen der meisten PKV-Verträge keinerlei Einschränkungen bei der Behandlung privat Versicherter via Videosprechstunde vorsehen. www.pkv.de