Zur Person

Mein Name ist Kristof Schulze. Ich bin Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut mit Kassenzulassung und auf Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie spezialisiert. Ich behandle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 21. Geburtstag im Verfahren der Verhaltenstherapie.

Meine Praxis befindet sich in Eisenhüttenstadt, Brandenburg. Die Therapie findet ambulant in der Praxis statt, in einer ruhigen und vertraulichen Umgebung, in der sich junge Menschen sicher und ernst genommen fühlen sollen.

Ausbildung & Zulassung

  • Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
  • Fachkunde Verhaltenstherapie (KJP)
  • Kassenzulassung (GKV-Zulassung)
  • Mitglied der Psychotherapeutenkammer Brandenburg

Praxis & Erreichbarkeit

  • Praxis in Eisenhüttenstadt
  • Ambulante Einzeltherapie
  • Terminanfragen über Jameda
  • Kassenärztliche Behandlung (keine Privatgebühren)

Verhaltenstherapie – was steckt dahinter?

Verhaltenstherapie (VT) ist ein wissenschaftlich gut belegtes Psychotherapieverfahren, das in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt und finanziert wird. Es ist heute das am weitesten verbreitete und am besten erforschte Therapieverfahren im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Verhaltenstherapie arbeitet mit dem Verständnis, dass viele psychische Probleme durch erlernte Muster entstehen – Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen, die sich im Lauf der Zeit verfestigt haben. Was gelernt wurde, kann auch verändert werden.

Konkret & handlungsorientiert

Wir arbeiten an konkreten Situationen aus dem Alltag – in der Schule, mit Freunden, in der Familie. Nicht endlos über die Vergangenheit reden, sondern aktiv üben.

Transparent & verständlich

Patienten und Eltern verstehen, was wir tun und warum. Keine Blackbox: Ich erkläre Zusammenhänge und Methoden in verständlicher Sprache.

Evidenzbasiert

Die eingesetzten Techniken sind wissenschaftlich untersucht und für viele Störungsbilder des Kindes- und Jugendalters gut belegt.

Individuell zugeschnitten

Jede Therapie wird auf den konkreten Menschen und seine Situation abgestimmt. Es gibt kein Standardprogramm.

Mehr zum Hintergrund – zum Aufklappen:

Psychiater*innen sind Ärzte (Medizinstudium). Sie sind spezialisiert auf psychische Erkrankungen und dürfen Medikamente verschreiben.

Psycholog*innen haben Psychologie studiert, sind aber nicht automatisch auch Psychotherapeut*innen. Sie beraten z. B. in Erziehungsberatungsstellen.

Heilpraktiker*innen für Psychotherapie müssen keine Ausbildung vorweisen, sondern nur einen Hauptschulabschluss und eine Unbedenklichkeitsprüfung.

Psychotherapeut*innen haben ein Studium und eine Psychotherapieausbildung absolviert und behandeln psychische Erkrankungen mit einem anerkannten Verfahren.

In vielen Fällen ist nicht vollständige Symptomfreiheit das Ziel, sondern:

  • Die Reduktion von Symptomen und von Einschränkungen im Alltag
  • Die Vergrößerung der Lebensqualität
  • In manchen Fällen die Reduktion der Mortalität (z. B. bei Anorexia Nervosa)

Entscheidend ist nicht, was Therapeut*innen beabsichtigen zu erreichen, sondern was sie tatsächlich tun. Zur Qualitätssicherung gehört daher eine durchgängige Verlaufsmessung.

Weit verbreitet ist die Vorstellung, psychische Probleme seien Folge einer „Verdrängung" traumatischer Erlebnisse – und Therapie bedeute, diese unbewussten Vorgänge „aufzudecken". Das beschreibt die Psychoanalyse, nicht die Verhaltenstherapie.

Die KVT geht davon aus, dass Einsicht allein nicht ausreicht. Patient*innen werden angeleitet, konkret neue Verhaltensweisen zu erlernen und im Alltag umzusetzen. Es gibt störungsspezifische Behandlungsprogramme, keine „freie Assoziation".

Eine Verhaltenstherapie ist auch keine Lebensbegleitung in schwierigen Zeiten und keine Behandlung von Lebensproblemen ohne psychische Erkrankung.

Das hängt stark von der Diagnose ab. Bei Phobien und Panikstörungen ist die Chance auf Verbesserung sehr hoch. Bei schweren Depressionen sind die Aussichten geringer. Im Durchschnitt über alle Störungsbilder: Psychotherapie verbessert bei etwa zwei Dritteln der Patienten den Zustand, bei einem Viertel tritt keine Besserung ein, und bei etwa zehn Prozent verschlechtert sich der Zustand.

Ein Therapieerfolg ist unwahrscheinlicher bei: ich-syntonen Erkrankungen, schwerer Symptomausprägung, mehreren gleichzeitigen Erkrankungen (Komorbiditäten), geringer Veränderungsmotivation oder Passivität.

Je früher Kinder und Jugendliche professionelle Hilfe bekommen, desto größer ist die Chance auf einen milderen Verlauf.

Psychotherapien haben Nebenwirkungen – bei mindestens 3 bis 15% der Fälle. Nebenwirkungen sind unerwünschte Ereignisse, die auf eine korrekt durchgeführte Therapie zurückzuführen sind.

Beispiel Angstbehandlung: Eine verhaltenstherapeutische Konfrontationstherapie beinhaltet, intensive Angst durchzustehen. Das ist kein Fehler – es ist Bestandteil der Methode.

Wichtig: Die Verschlechterung einer Symptomatik im natürlichen Verlauf (z. B. bei Tic-Störungen) ist keine Nebenwirkung. Negative Effekte durch fehlerhafte Therapiedurchführung sind ebenfalls keine Nebenwirkung, sondern Behandlungsfehler.

Wirksame Maßnahmen bei psychischen Erkrankungen von Kindern richten sich oft an die Bezugspersonen – Eltern, Lehrer*innen, Erzieher*innen. Das liegt an vier Voraussetzungen, die für eine erfolgreiche Therapie vorhanden sein sollten:

  • Eine Veränderungsmotivation – der Wunsch, aktiv an Veränderungen zu arbeiten
  • Die Fähigkeit, das eigene Verhalten zu verändern
  • Leidensdruck
  • Krankheitseinsicht

Kinder werden oft „geschickt" – von Eltern, Schule oder Jugendamt. Die Voraussetzungen liegen dann nicht alle vor. In solchen Fällen müssen Eltern und andere Bezugspersonen aktiv einbezogen werden – ohne ihre Mitarbeit ist kein Therapieerfolg möglich.

Mein Verständnis von Therapie

Gute Psychotherapie braucht Zeit – und eine tragfähige Beziehung zwischen Therapeut und Patient. Ich lege Wert darauf, dass sich Kinder und Jugendliche in meiner Praxis ernst genommen und verstanden fühlen, bevor wir mit intensiverer Arbeit beginnen.

Eltern werden je nach Alter des Kindes und je nach Thema in unterschiedlichem Maße einbezogen. Bei jüngeren Kindern sind regelmäßige Elterngespräche oft ein wichtiger Teil der Therapie. Bei Jugendlichen steht die Vertraulichkeit im Vordergrund – ich bespreche mit jedem Patienten vorab, was Eltern erfahren und was nicht.

Hinweis: Ich führe keine Gutachten, keine Schulzeugnisse und keine Bescheinigungen für Dritte aus (z. B. Gerichte, Jugendamt) als Zusatzleistung. Wenn Sie eine Stellungnahme für ein laufendes Verfahren benötigen, sprechen Sie mich bitte frühzeitig darauf an.

Interesse an einem Gespräch?

Termine werden direkt über Jameda gebucht.