Corona & KVT

Eine Infektion mit dem Coronavirus erfolgt durch Tröpfchen und kleinste Teilchen (Aerosol) - schon beim Ausatmen und Sprechen. 

 

Auch wenn du keinerlei Symptome hast, kannst du infiziert sein und dann andere Menschen anstecken.

 

Ein häufiger Dialog in meiner Praxis war in den letzten Wochen: "Wie geht es Dir?" - "Ich war heute nicht in der Schule. Wegen einer Erkältung". Eine 50minütige Therapiestunde zusammen in einem geschlossenem Raum kann in diesem Fall nicht stattfinden. Wenn du Symptome einer Atemwegsinfektion hast, schreibe mir eine Nachricht, bevor du in die Praxis kommst.

 

Symptome einer Infektion können sein:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störungen des Geruchssinns oder des Geschmackssinns
  • Durchfall
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Gefühl der Abgeschlagenheit
  • Schneller außer Atem sein

So hilfst du, die Ansteckungsrate zu verringern

Nutze die Videosprechstunde

Ich möchte meine Patient*innen bestmöglich betreuen und das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus umgehen. Das geht am besten, wenn Termine als Videosprechstunde stattfinden (zur Terminbuchung). 

Kenn dich aus mit den Verhaltensregeln

Beachte die Verhaltensregeln zum Schutz im Alltag und im Miteinander. Dazu gehört, dass du, wenn möglich, Orte vermeidest, bei denen Infektions-Cluster ("Anhäufung") auftreten können: Also Partys, das Trainieren mit der Sportmannschaft in der Halle usw.


Termine innerhalb meiner Praxis

Es sind auch Termine innerhalb meiner Praxis weiterhin möglich. Bring bitte dein Handy mit auf dem du die Corona-Warn-App installiert hast. Die App hilft bei der Informationsweitergabe wenn ich oder du positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

 

Im Herbst und im Winter ist es schwieriger, die ganze Zeit alle Fenster der Praxis geöffnet zu haben. Dadurch erhöht sich das Ansteckungsrisiko durch die Aerosol-Konzentration in der Luft.

 

Patient*innen bei denen ein Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf vorliegt, sollten abwägen, ob sie zu einem Termin innerhalb der Praxis kommen möchten. Dazu gehören Rauchen, Atemwegserkrankung, Herz-Kreislauf-Erkrankung (z.B. Bluthochdruck), Adipositas, Autoimmunerkrankung, Diabetes und höheres Alter (stetig steigendes Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren). Siehe Robert-Koch-Institut



Bei einem Verdacht, infiziert zu sein

Bei einem Verdacht, infiziert zu sein, rufe bei deinem Hausarzt an oder bei der Terminservicestelle unter 116117. Gehe nicht (!) direkt in eine Arztpraxis, sondern betrete nur nach telefonischer Rücksprache eine Arztpraxis!

 

Der CovApp-Fragebogen der Charité kann dir helfen für eine erste Einschätzung.

 

Verlässliche Informationen findest du unter zusammengegencorona.de


Bei bestätigter Infektion

Informationen des Robert-Koch-Instituts für Patient*innen und Angehörige: Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID19-Infektion. Diese Informationen gibt es auch speziell für dein Handy.


Immer hilfreich: Symptomtagebuch

Die kostenlose Data4Life App, die zusammen mit der Charité entwickelt wurde, besteht aus einem Symptom-Tagebuch. Damit kannst du jederzeit und überall mögliche Symptome dokumentieren. Ein digitales Tagebuch ist eine hervorragende Methode, um deinen Gesundheitszustand zu erfassen. Das Tagebuch kann dir und deinem Behandler helfen, deine Gesundheit zu fördern.


KVT-Strategien zur Verbesserung der Gesundheit


Tipps für die Psychohygiene

Mein Berufsverband, die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung gibt diese Tipps für die Psychohygiene im Home-Office und Quarantäne:

 

  1. Sorgen Sie für eine Tagesstruktur. Vielleicht nutzen Sie die Zeit, die sie sonst mit dem Weg zur Arbeit verbringen, für ein Frühstück in Ruhe – aber setzen sich zur gewohnten Zeit an den Schreibtisch. Legen Sie einen „Arbeitsplatz“ in Ihren Räumen fest, den Sie zu den gewohnten Pausenzeiten verlassen. Wenn Ihre Tätigkeit sonst mit viel Kontakt zu Kolleg*innen verbunden ist, versuchen Sie diese, soweit möglich, über Telefon und digitale Medien aufrechtzuerhalten.
     
  2. Sorgen Sie für Bewegung. Machen sie z. B. regelmäßig Atem- und Dehnübungen, gerne auch bei geöffnetem Fenster. Angst ist vor allem eine körperliche Reaktion. Durch Atmen und Bewegungsübungen signalisieren Sie sich selbst: „Jetzt in diesem Moment ist hier alles in Ordnung.“ Behalten Sie Ihre wöchentlichen Sportzeiten bei, falls Sie so etwas haben und weichen Sie ggf. auf Indoor-Aktivitäten aus. Apps und Videokanäle können dabei unterstützen.
     
  3. Essen Sie gut und trinken Sie ausreichend. Für unsere psychische Stabilität ist die Ernährung eine wichtige Grundlage. Bei hohem seelischen Stress braucht unser Körper mehr Flüssigkeit. Regelmäßige Mahlzeiten helfen außerdem bei der Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur.
     
  4. Neue und angstauslösende Situationen aktivieren unser Bindungssystem: Wir suchen die Nähe vertrauter Personen, bei denen wir Geborgenheit erleben können. Wenn gleichzeitig soziale Kontakte zur Durchbrechung von Ansteckungsketten auf ein Minimum reduziert werden sollen, liegt hier wohl die größte Herausforderung. Nutzen Sie die wenigen Begegnungen – etwa auf dem Weg zum Supermarkt. Lächeln Sie den Menschen, die Sie sehen, aus der Distanz zu. Lächeln aktiviert Hirnareale, die für Ihr Wohlbefinden sorgen und vermittelt ein Gefühl von Solidarität. Sprechen Sie mit Ihren Lieben zu Hause über die aktuelle Lage und nehmen Sie die Sorgen anderer ernst. Aber begrenzen Sie diese Gespräche auch bewusst zugunsten anderer Aktivitäten wie gemeinsames Spielen, Musikhören oder Filme anschauen. Sich abzulenken ist erlaubt und wichtig! Denken Sie auch an Alleinstehende in Ihrem Umfeld – jetzt ist die Zeit für regelmäßige Telefonate. Sich um andere zu kümmern, kann eine gute Bewältigungsstrategie sein.
     
  5. Viele Freizeitaktivitäten sind gerade nicht möglich. Sich zu beschäftigen, ist für einige Menschen ohne Anregung von außen (durch Sportverein, Kino, Kneipe, Theater oder Konzert) eine Herausforderung. Manches lässt sich über Mediennutzung ansatzweise kompensieren. Achten Sie dabei darauf, sich maximal zweimal täglich mit Nachrichten zur Pandemie zu versorgen. Sie halten sonst Körper und Seele in einem permanenten Alarmzustand, vermutlich auch mit negativen Folgen für die Schlafqualität. Halten Sie Ausschau nach Beschäftigungsmöglichkeiten in Ihrer Wohnung. Jetzt ist Zeit für den Frühjahrsputz! Nehmen Sie sich für jeden Tag eine kleine Aufgabe vor, die sie erledigen wollen. Auch das hilft bei der Tagesstrukturierung und beugt depressiven Verstimmungen vor. Unser Gehirn liebt es, etwas geschafft zu haben! Aufräumen ist sehr geeignet für den Erhalt der seelischen Stabilität. Wenn draußen alles ungewiss ist – bei Ihnen ist etwas geordnet. Vielleicht ist jetzt die Zeit, lang vergessene Hobbys zu reaktivieren (evtl. sogar aus Kindertagen: Womit haben Sie sich früher an Regentagen beschäftigt?). Besonders geeignet ist alles, was Ihr Gehirn fordert, so dass Sie gar nicht dazu kommen, sich zu sorgen (z. B. Sudoku, Puzzle, komplizierte Handarbeiten, Programmieren, Sprachen lernen). Probieren Sie aus, was zu Ihnen passt!

Survival-Kit speziell für Männer

Das Bundesforum Männer hat für Jungen, Männer und Väter ein Survival-Kit für Männer unter Stress erstellt. www.bundesforum-maenner.de


Coronavirus. Ein Buch für Kinder

Ein kostenloses Informations- und Bilderbuch für Kinder bietet der Beltz-Verlag an: Coronavirus. Ein Buch für Kinder. Für den kostenlosen Download wird ein Nutzerkonto benötigt.


Ausmalbuch für Kinder (Alter 8-12)

Wusstest du, dass das menschliche Gehirn genügend Elektrizität produziert, um eine kleine Glühbirne zum Leuchten zu bringen?

 

Das englischsprachige Ausmalbuch beinhaltet spannende Fakten über das menschliche Gehirn und die psychische Gesundheit. Bereitgestellt vom National Institute of Mental Health (NIH) auf www.nimh.nih.gov


Informationsportal für Kinder und Jugendliche

Rat und Hilfestellungen für Kinder und Jugendliche, um psychische Belastungen während der Corona-Zeit zu reduzieren | Herausgeber: Kinder- und Jugendpsychiatrie der LMU München & Beisheim Stiftung | www.corona-und-du.info